Island – ein Land, dass mich nicht mehr loslässt.

Warum Island?
Ich erinnere mich noch gut an die vielen Dia-Fotos meines Oberstufen-Schullehrers, der in seinem Leben schon einige Male die Atlantik-Insel besuchte. Im Dezember 2020 reiste ich dann zum ersten Mal selber nach Reykjavik, um die ganze Insel in 10 Tagen zu bereisen.
Das Ziel damals: Zum ersten Mal mit einer professionellen Kamera auf Polarlichtjagd gehen und Wasserfälle zu fotografieren.
Die einzigartige Landschaft Islands zog mich die kommenden Jahre immer wieder hoch in den Norden und es gibt immer wieder neue Orte zu entdecken, besonders abseits der grossen Touristenströme.
Die Vielfalt Islands ist aussergewöhnlich: Wasserfälle, schwarze Sandstrände, Vulkane, die Tierwelt und die magischen Polarlichter sind für mich immer wieder aufs Neue faszinierend.



Farbspektakel und lange Nächte
Öxarárfoss unter Polarlichtern
Typisch Isländische Kirche
Polarlicht-Explosion auf der Fotoreise 2024
Wasser & Licht
Hraunfossar Wasserfälle
Karibische Strände in den Westfjorden
Kvernufoss beim bekannten Skógafoss






Weite & Einzigartigkeit
Islandpferde
Nationalpark Þingvellir
Ringstrasse, Isländisch: Hringvegur oder auch Þjóðvegur (Nationalstrasse) genannt

Papageientaucher in den Westfjorden.
Isländisch: Lundi
Vom ersten Foto zum Lebensprojekt
Koffer gepackt, neue Kamera eingerichtet und erste Testfotos in der Schweiz gemacht. Nach 3.5 Stunden Flug erreichten wir die Hauptstadt Reykjavik, der erste Eindruck der Stadt - gar nicht einmal so ein Grossstadt-Gefühl. Auf der 10-tägigen Reise rund um die Insel über die Weihnachtstage erlebten wir Island bewölkt und mit schwacher Polarlichtaktivität. Meiner Meinung nach gibt es kein schlechtes Wetter um die Landschaft Islands mit der Kamera festzuhalten - im Gegenteil, dramatische Stimmungen abgewechselt mit sonnigen Abschnitten passen perfekt zur rauen Natur. Auch kulinarisch liessen wir uns verwöhnen mit typisch isländischem Essen wie zum Beispiel Lamm- und Fischgerichten. Völlig überwältigt von der Schönheit Islands kehrten wir zurück.
Schon bald war mir klar, ich will wieder zurück nach Island - diesmal im Frühsommer, wenn die Natur langsam wieder aus dem Winterschlaf erwacht. 3 Wochen mit sehr kurzen Nächten aufgrund dessen das Island knapp unter dem Polarkreis liegt und es sehr lange hellt bleibt und nur ca. 2 Stunden "Nacht" bietet. Umso besser dachten wir uns, denn menschenalleine an den bekanntesten Attraktionen des Landes um Mitternacht zu stehen, hat durchaus seinen Reiz. An der Südküste und in den Westfjorden nisten in dieser Zeit die bekannten Papageientaucher. "Härzig" mit ihren kleinen Füssen watscheln sie um ihre Höhlen und versorgen ihren Nachwuchs mit frischem Fisch vom Meer. Stundenlang könnte ich den kleinen Tieren zuschauen und auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft kreuzt sogar ein Polarfuchs unsere Strasse.
Martin, kann ich mal mit dir nach Island mitkommen um die Polarlichter zu sehen? Mit dieser Frage begann die Idee einer eigenen Island-Fotoreise im November 2024 mit Schwerpunkt Polarlichtjagd. Mit 5 Mitreisenden entdecken wir die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands. Viele nennen diese Region auch "Little Iceland". Hier gibt es fast alle Naturwunder Islands auf kleinem Raum zu sehen. Darunter auch ein Gletscher und den bekannten Kirkjufell-Wasserfall mit dem ikonischen Berg im Hintergrund. Witzig - denn nur aus diesem Winkel sieht er auch so aus wie man ihn aus dem Internet oder Reisemagazinen kennt. Mit grossem Glück dürfen wir an 6 von 7 Nächten bestes Polarlicht geniessen - trotz schlechten Prognosen. Ein Moment der für immer bleibt.
Kurze Nächte - nicht im Sinne von wenig Dunkelheit, eher bestimmt von wenig Schlaf und Adrenalin - so war unsere vierte Reise im November 2026. Manchmal braucht es nicht nur wissenschaftliche Daten und einen klaren Himmel, um die Polarlichter sehen zu können - auch ein wenig Glück und Geduld gehört dazu. Kilometer für Kilometer suchen wir nach freien Stellen im bewölkten Himmel. Doch nicht immer will sich "Lady-Aurora" dann auch zeigen. Doch zum Glück gibt es neben Fotografieren auch Alternativprogramm und wir wärmen uns in heissen Quellen wieder auf und geniessen ein paar gemütliche Stunden ohne Fotografieren in unseren warmen Cottages die wir zum Übernachten mieten. Meist in freier Natur und ausserhalb der Dörfer - wo die Bedingungen für die Aurora-Sichtung noch besser sind. Die Küste im Süden lässt uns staunen und wir geniessen Spaziergänge auf den schwarzen Sandstränden und knipsen immer wieder wundervolle Fotos der einzigartigen Natur. Der erste Schnee lässt den Norden rund um Akureyri in einem Wintermärchen erstrahlen, trotz zarten 0 Grad Celsius ist der Wind jedoch unser ständiger Begleiter - was uns nicht davon abhält die Umgebung zu erkunden und immer wieder Halt zu machen.
Ich unternahm zwischen meinen Islandreisen weitere Skandinavien Reisen nach Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und auf die Färöer Inseln, obwohl Island genau genommen nicht zu Skandinavien zählt ;), jedoch zu den nordischen Ländern Europas. Der Norden ist in jedem Land anders zu Erleben - auf seine eigene Art.
Seither habe ich mir ein neues Lebensprojekt gesetzt, einmal in meinem Leben für 1 Jahr in Island zu leben und zu arbeiten, die Kultur und Menschen des nordischen Landes besser kennenlernen und die Sprache zu lernen. Wer weiss, vielleicht wird daraus sogar irgendwann das "Aurora-Hunters-Camp".
"Góðan daginn", oder Guten Tag zu Deutsch. Isländisch ist eine schwer zu lernende Sprache. Doch ich setzte mir das Ziel, wenn ich schon einmal in Island leben möchte, die Sprache auch zu beherrschen. Seither beschäftige ich mich fast täglich mit der altnordischen Sprache - sei es mit einer Sprachlern-App, isländische Radionachrichten hören oder Texte nach Deutsch zu übersetzen. Etwas, was nicht immer gelingt, aber ich stehe ja noch am Anfang ;) und Lesen und Sprechen sind zusätzlich noch zwei paar Schuhe. Doch genau dieser Herausforderung reizt mich.
Noch mehr Fotos aus Island!
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Faszination Island
Lass dich inspirieren und entdecke die schönsten Orte Islands.

Passende Motive für die Polarlichtjagd lassen sich auf ganz Island finden.
Momente, die geblieben sind
Manche Bilder entstehen, weil das Licht perfekt ist. Andere, weil ein Moment sich einfach richtig anfühlt. Oder manchmal sind es einfach auch die Menschen, die mich auf diesen Reisen begleiten. Auf meinen Reise durch Island gab es viele solcher Augenblicke. Momente, in denen ich die Kamera in der Hand hatte und trotzdem kurz vergessen habe zu fotografieren.
Wenn das Wetter plötzlich umschlägt
Eben noch blauer Himmel, wenige Minuten später Regen, Wind und dramatische Wolken. Genau diese Unberechenbarkeit macht Island für mich so besonders. Schlechtes Wetter? Warte einfach 5 Minuten.
Licht, das nur wenige Minuten bleibt
In Island kann sich eine Landschaft innerhalb weniger Minuten komplett verändern. Wenn die Sonne durch die Wolken bricht und das Licht plötzlich einen Berg oder einen Wasserfall trifft, muss man einfach stehen bleiben.
Ein Moment ganz allein
Weit und breit kein Mensch. Nur Wind, Landschaft und das Geräusch der Natur. In solchen Momenten merkt man, wie klein man selbst eigentlich ist – und wie gross sich Freiheit anfühlen kann.
Wenn der Himmel zu leuchten beginnt
Es gibt Momente, auf die man lange wartet – und wenn sie endlich kommen, fühlt sich alles andere plötzlich unwichtig an. Das erste Mal ein Polarlicht über der isländischen Landschaft zu sehen, war genau so ein Moment. Der Himmel beginnt sich zu bewegen, grüne Lichtschleier tanzen über den Bergen und für einen Augenblick wirkt die Landschaft fast unwirklich. Man steht einfach da, schaut nach oben und versucht zu begreifen, was gerade passiert. Die Kamera darf dabei natürlich nicht fehlen. Aber irgendwann merkt man, dass man nicht nur fotografieren möchte.
Die Strasse ins Ungewisse
Manchmal ist nicht das Ziel das Besondere, sondern der Weg dorthin. Eine einsame Strasse, die sich durch eine endlose Landschaft zieht, wurde für mich zu einem Sinnbild für Island, die vielen endlosen Schotterpisten führen einen immer wieder zu malerischen Dörfern, einsamen Wasserfällen oder schlussendlich zurück nach Reykjavik. ;)
Island, ich komme wieder
Vielleicht ist es genau dieses Gefühl, dass mich so nach Island zieht: Es fühlt sich an wie nach Hause kommen.
Bis zum nächsten Abenteuer im Norden!
Nützliche Links
Wettervorhersage
Die offizielle Webseite des isländischen Wetterdienstes erwies sich auf meinen Reisen immer als die detaillierteste. Und wie die Isländer immer sagen: Schlechtes Wetter, warte einfach 5 Minuten ;)
Polarlichtvorhersage
Achtung: Die grünen Flecken bedeuten nicht Polarlichter ;), sondern stellen die aktuelle Bewölkung dar.
Generell gilt: Je höher der Kp-Index, desto besser die Chance auf Polarlichter*
*Der KP-Index ist nicht der einzige Garant auf Polarlichter!
Strassenverhältnisse
Island ist windig, es kann plötzlich Schnee fallen oder Strassen können gesperrt werden. Hier findest du immer alle Informationen zu Strassenzuständen und Sperrungen inkl. Webcams.
Welche Einstellungen und Equipment, um Polarlichter zu fotografieren?
COMING SOON!
Polarlichter ohne Stativ fotografieren? Handy oder Kamera? Geht das auch im Automatikmodus?
In meinem Guide erfährst du mehr über das Fotografieren von Polarlichtern.
Wo finde ich die besten Fotospots in Island?
Link zu Google Maps Karte mit Martin's besten Fotospot-Tipps in Island
Finde tolle Fotospots, ohne lang zu suchen. Auf meiner Google-Maps Karte findest du tolle Spots, vergiss nicht dir auf dich abgestimmte Fotospots und Ziele zu setzen.
Die beste Roadtrip-Musik für deine Island-Reise
Link zu Martin's YouTube Music-Playlist mit den besten Tracks von isländischen Bands
Was ist ein Road-Trip ohne die passende Musik? Genau! Kein Road-Trip.
